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Sonntag, 1. Februar 2009

Lernsoftware im (Grundschul-Mathe-)Unterricht (Fächerübergriff)

Aus einer anderen Vorlesung zu unserem Seminar

In einer VL wurde Lernsoftware besprochen. Das passt thematisch zum Seminar, daher erörtere ich dortige Inhalte etwas.
Es handelt sich hauptsächlich um Grundschulsoftware.

Freddy
->Vampir in Rahmenhandlungen mit Matheaufgaben
Versprochen: gezieltes Üben, aktueller Lehrplan, grafisch liebevoll aufbereitet, Überprüfoption, motivierend

Tatsache: vl. nur klicken? aktuellen Lehrplan kann jeder aufbereiten, liebevoll = unprofessionell?

Factory:
-> geometr. Objekte auf Fließband erzeugen

für geometrischen Raumvorstellung
Konstellation verändern, div. Aufgaben (ab 1. Klasse)
Factory deLuxe - mehr Farben, grell, laut

Rekenweb (Rechennetz)
-> Applikationen nach Art sortiert
z.B. Bauen mit Würfeln (div. Features: selbst-/nachbauen, diverse Figuren bauen, Ansicht verändern usw.)

Helaas,
Java ist nicht installiert
<- zum Testen klicken


Bauwas (Alternativlink)
-> Bauen mit Würfeln
Dreitafelprojektion (Grundriss, Aufriss, Seitenriss - Ansicht aus allen Richtungen)

-kostenlos!

Blitzrechnen
-> kein Lern-, sondern Übungsprogramm für Mathe

Zahlenforscher (CD-Rom)
-> weitreichendste Realisierung zu entdeckendem Lernen (Mathematik)
- auch in englisch vorstellbar
Zahlenmauern: Regeln, Rechnen, selbst wählen, forsc
hen (Arbeitsaufträge)
virtuelle Kinder: "Lisa meint...": Recht - verifizieren, Unrecht - falsifizieren, tw. Recht - begründen
Forscherheft: Leitfragen bzgl. Mustererkennung u. -beschreibung, Deutungshypothesen, Erklärungen/Begründungen, Metakognition - flexibel
Ergebnisordner: Adressatenbezug, Leitfragen (Textarbeit)
Lernbericht: Lernprozessrückschau, Lernbewusstheit, Gütekriterien, Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung, Planungskompetenz
Es heißt "Forschungsaufträge (zu) schwer, Arbeit mit Forscherheft (zu) anspruchsvoll".


einpaarZeilen:

Derartige Software ist oft nicht von Pädagogen, Didaktikern entwickelt (97% der Software am Markt ist didaktisch unter'm Strich - 30 Jahre rückständig).

Es gibt oft Eingrenzungen bei solcher Software: Ausgewählte Facetten oder Perspektiven, Grundsatzdiskussion, kritisch-optimistische Grundposition, Klartext (dabei andere Inhalte/Eigenschaften der PC Welt beiseite).

Fragwürdige Suggestionen:
* Erfolgesversprechungen - "Software mit Lerngarantie" (Kognitionspsychologie - Man kann nicht machen, dass jem. lernt, er muss es selbst tun); Üben - testen - spielen - fertig?
* LehrerInnen-Ersatz - klassische/klischeehafte Lehrertätigkeit im Programm -> Aufgaben, helfen, kontrollieren, belohnen/sanktionieren, benoten
* Spaß u. spielerisches Lernen - Polarisierung von Spielen u. Lernen; harmonisch ruhig vs. laut, aufgedonnert, comic-isiert
* fragwürdige Begrifflichkeiten - "Selbstkontrolle" (delegierte Fremdkontrolle), "Diagnostik" (richtig/falsch, mehr nicht), "Adaptivität" (Adaptierbarkeit = anpassbar statt sich individuell anpassend)

Es findet eine Entprofessionalisierung statt.
Neuerdings LehrerInnen als ExpertInnen, einschlägige Publikationen; Bewertung v. Software; Aufgaben bekloppt am PC, wenn auch anders gehen würde
-> Software-Bewertung - Jeder (unumstrittene Experten?) kann mitbewerten (nicht gut)
Begriffe wie: führend? (fach)didaktisch? Gütesiegel? <- Was heißt das schon?
Häufiger Ratschlag: Schwaches Kind -> mehr/effektiver mit PC arbeiten?...

Resumee:
Computer ist nicht - Zauberstab, Lernautomat, Lehrerersatz, Doublettenmaschine
Computer kann Medium sein für - Ergänzung/Unterstützung, Innovation, Exploration, Dokumentation
Fortschritt zeigt sich:
quantitativ (Laptopklassen), technisch-qualitativ, nicht unbedingt inhaltlich qualitativ, didaktisch?

Auf der Agenda sollte ein stärkerer Einfluss der Fachdidaktik stehen und die Schule als Markt und "Abnehmer" gesehen werden.
AWARE-Strategie dazu:
Anforderungen definieren, Warten können, Argumente fordern, Ressentiments vermeiden, Euphorien verhindern.

Siehe zu dieser Thematik auch meine anderen Einträge Links zu weiterer Software und Lernwerkstatt

Wer sich bis hier durchgequält hat, bekommt etwas zur Erheiterung:
(Werbung evtl. weg-x-en)

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Freitag, 23. Januar 2009

PE am 23.01.09

Wiederholung:

Film zuende geguckt (digitale Datennutzung und Informationssammlung über Menschen, siehe 1)
-> s
taatl. Datenverarbeitung, Überwachung, Datenschutz?, Aufklärung (Daten nicht einfach weitergeben), Internet, Vertragsabschlüsse (alles beschränken, kompetent sein)

Aktuell:

Lernwerkstatt 7
->Ein Komplettpaket an Lernsoftware hauptsächlich für die Grundschule.
Für
Kl. 5-10 und andere Software siehe hier.
Auf den
Unirechnern installiert, leider nicht kostenlos.

Div. Bereiche, darunter Mathe und Logik sehr gut
-> Pushy ist beliebt, sogar alleine online verbreitet

spielerisch, Übungen, bunt

leider kl. Fehler, trotzdem preisgekrönt

Arbeitsentlastung für Lehrer? Hilfe? Nutzen? Richtiger Einsatz und Häufigkeit entscheidend

"Edutainment" (Education + Entertainment = eine bildende Unterhaltungssoftware / unterhaltende Bildungssoftware)

neue Motivation für Schüler

Eindrücke aus den Schulen (Hospitation):
Vieles aus dem Seminar erlebt/sieht man dort.
Arbeitsplatz des Lehrers mit neuen Medien ist nicht (nur) vorne (sondern beim Schüler).

einpaarZeilen:

Die Lernwerkstatt macht wirklich Spaß. Selbst Studenten, dessen Niveau oder Fähigkeiten über der Grundschul-Edition liegen sollten, können sich lang damit befassen. Die "Spiele" bringen besonders Spaß. Wenn man dabei lernt, umso besser. Allerdings scheint mir das bei der ein oder anderen Anwendung fraglich.
Leider, leider, leider ist dieses Paket nicht kostenlos. Pushy alleine hat aber schon großen Marktwert.

Die Anwendungen schienen vielfältig, das Programm war ohne Einführung intuitiv nutzbar.

Ich verweise auf meinen Beitrag zu Lernsoftware.

Eine derartige Anwendung ist viel ausgereifter als zu meiner Schulzeit. Die Entwicklung geht rasch und der Markt mit solchen Anwendungen ist riesig. Das macht es aber immer schwieriger, die gute oder spezifisch geeignete Essenz daraus zu ziehen.
Ich werde später sicherlich die ein oder andere Software nutzen.